Warum viele Website-Betreiber Updates vermeiden
Vielleicht kennst du das: Deine WordPress-Website läuft stabil, du erhältst regelmäßig Update-Hinweise – aber eigentlich möchtest du nichts verändern. Schließlich funktioniert alles, wie es soll. Doch genau dieses Denken birgt Risiken.
Viele Selbstständige und kleine Unternehmen verschieben Updates aus Angst vor technischen Problemen oder schlicht aus Zeitmangel. Dabei sind sie ein zentraler Bestandteil der Website-Pflege. Denn veraltete Systeme gefährden Sicherheit, Leistung und sogar das Vertrauen deiner Kunden.
In diesem Artikel erfährst du, warum du WordPress regelmäßig aktualisieren solltest, welche Arten von Updates es gibt und wie du sie sicher und effizient einspielst.
Was sind WordPress Updates und wofür sind sie da?
WordPress ist ein sogenanntes Open-Source-Content-Management-System, das ständig weiterentwickelt wird. Das bedeutet: Die Community aus Entwicklern arbeitet laufend daran, Fehler zu beheben, Sicherheitslücken zu schließen und neue Funktionen zu integrieren.
Dabei werden verschiedene Komponenten regelmäßig aktualisiert:
Der WordPress-Core (das System selbst): Das ist das Herzstück deiner Website. Diese Updates verbessern meist Sicherheit, Geschwindigkeit und Kompatibilität.
Themes: Das Theme ist für das Design und oft auch für Layout-Funktionen zuständig. Wenn Themes veralten, kann das nicht nur zu optischen Fehlern führen, sondern auch zu Sicherheitsrisiken.
Plugins: Plugins erweitern WordPress um Funktionen wie Kontaktformulare, Online-Shops oder SEO-Tools. Da sie von Drittanbietern stammen, sind sie besonders anfällig für Sicherheitslücken, wenn sie nicht gepflegt werden.
Warum WordPress Updates unverzichtbar sind
1. Sicherheit: Schutz vor Angriffen und Datenverlust: WordPress ist das am weitesten verbreitete CMS der Welt – und genau das macht es interessant für Hacker. Diese nutzen bekannte Schwachstellen in alten Versionen, um Schadcode einzuschleusen oder Daten zu stehlen. Ein regelmäßiges Update ist die einfachste und effektivste Maßnahme, um deine Website zu schützen.
Praxis-Tipp: Richte automatische Sicherheitsupdates ein oder überprüfe mindestens einmal im Monat, ob neue Versionen verfügbar sind.
2. Stabilität und Kompatibilität sicherstellen: Mit jeder WordPress-Version verändern sich Systemanforderungen. Wenn du Themes oder Plugins nicht anpasst, können sie plötzlich nicht mehr korrekt funktionieren. Das äußert sich in Fehlermeldungen, langsamen Ladezeiten oder Darstellungsfehlern.
Praxis-Tipp: Überprüfe nach jedem Update, ob wichtige Funktionen wie Formulare, Buttons und Shop-Seiten korrekt arbeiten.
3. Bessere Performance und Ladegeschwindigkeit: Aktuelle Versionen von WordPress, Themes und Plugins sind meist besser optimiert und arbeiten schneller. Das wirkt sich direkt auf die Nutzererfahrung und das Google-Ranking aus, denn Ladezeiten sind ein wichtiger SEO-Faktor.
Tipp: Nutze Tools wie Google PageSpeed Insights oder Pingdom, um regelmäßig die Performance deiner Website zu testen.
4. Zugang zu neuen Funktionen und Verbesserungen: Mit jedem WordPress Update kommen Verbesserungen – zum Beispiel neue Gutenberg-Blöcke, flexiblere Designoptionen oder SEO-Verbesserungen. Wer regelmäßig aktualisiert, profitiert von moderneren Tools und bleibt langfristig wettbewerbsfähig.
Risiken, wenn du WordPress Updates ignorierst
Eine Website, die über längere Zeit nicht gepflegt wird, kann schwerwiegende Probleme entwickeln:
Sicherheitslücken: Veraltete Software ist das Hauptziel von Angriffen.
Fehlerhafte Funktionen: Plugins verlieren ihre Kompatibilität mit neuen WordPress-Versionen.
Leistungsprobleme: Alte Systeme werden langsamer.
Höhere Kosten: Spätere Reparaturen oder Wiederherstellungen sind oft teurer als regelmäßige Pflege.
SEO-Hinweis: Suchmaschinen bevorzugen sichere und technisch aktuelle Websites. Ein veraltetes System kann langfristig dein Ranking verschlechtern.
Wie du WordPress Updates sicher und stressfrei durchführen kannst
Viele Website-Betreiber befürchten, dass nach einem Update „etwas kaputtgeht“. Diese Sorge ist verständlich, lässt sich aber mit der richtigen Vorgehensweise gut vermeiden.
1. Backup erstellen – bevor du irgendetwas änderst: Ein vollständiges Backup deiner Website (Dateien + Datenbank) ist Pflicht. So kannst du bei Problemen jederzeit den vorherigen Zustand wiederherstellen.
Empfohlene Tools: UpdraftPlus, BackWPup, Jetpack VaultPress
2. Updates zuerst in einer Testumgebung durchführen: Erstelle eine sogenannte Staging-Seite – eine exakte Kopie deiner Website, auf der du Updates gefahrlos ausprobieren kannst. Wenn dort alles stabil läuft, überträgst du die Änderungen auf deine Live-Seite. Tools wie ManageWP oder WP Staging erleichtern diesen Prozess.
3. Automatische Sicherheitsupdates aktivieren: Kleine Sicherheitsupdates können automatisch installiert werden. Das reduziert das Risiko, dass du eine kritische Lücke übersiehst.
4. Regelmäßig prüfen und dokumentieren: Führe mindestens einmal im Monat eine Wartung durch: Updates installieren, Backup testen, Website-Funktion prüfen, Ladezeit messen (So erkennst du frühzeitig, wenn etwas nicht stimmt.)
Fazit: Updates sind kein Risiko, sondern Teil deiner digitalen Verantwortung
WordPress-Updates gehören zur regelmäßigen Website-Pflege genauso wie eine Datensicherung oder ein Virenschutzprogramm am Computer. Sie sind der Schlüssel zu Sicherheit, Stabilität und nachhaltigem Online-Erfolg.
Gerade für Selbstständige und kleine Unternehmen ist eine gepflegte Website entscheidend für Vertrauen, Sichtbarkeit und Kundenbindung. Mit einer klaren Routine – oder einem professionellen Wartungsservice – bleibt deine Website langfristig sicher, modern und leistungsstark.
Professionelle WordPress-Wartung für Selbstständige
Wenn du keine Zeit oder technisches Know-how hast, lohnt sich ein Wartungsvertrag. Wir bieten Pakete an, die Updates, Backups, Sicherheitsüberwachung und technische Checks kombinieren.
Das spart nicht nur Zeit, sondern sorgt für langfristige Sicherheit und Verlässlichkeit – gerade, wenn deine Website ein wichtiges Werkzeug für dein Geschäft ist.
Häufige Fragen zu WordPress Updates
Mindestens einmal im Monat oder sofort bei sicherheitsrelevanten Updates.
Spiele dein Backup ein und überprüfe, welches Plugin oder Theme den Fehler verursacht.
Ja, sofern es aktiv verwendet wird. Unnötige Plugins solltest du deinstallieren.
Lies das Änderungsprotokoll („Changelog“) des Plugins oder Themes. Dort steht, was geändert wurde.



