Onlineshop mit WooCommerce erstellen (Anleitung – Teil 1)

Möchtest Du endlich Deinen ersten eigenen Online-Shop eröffnen und damit Deine Produkte mehr Menschen zugänglich machen? In meinem Einsteiger Guide "Onlineshop mit WooCommerce erstellen" werden wir alle Themen abdecken, die notwendig sind, damit Du einen erfolgreichen Onlineshop unter WordPress launchen kannst.

In diesem ersten Teil der Serie „Onlineshop mit WooCommerce erstellen“ betrachten wir zunächst, was Du alles benötigst, um einen Online-Shop unter WordPress zu erstellen und wie Du WooCommerce konfigurierst, damit Dein Shop richtig funktioniert.

Im 2. Teil geht es um die Erstellung der Produkte im Shop. Welche Arten von Produkten kann ich erstellen und wo kann ich welche Informationen hinterlegen. Außerdem erkläre ich Dir, wie Du die E-Mails, die direkt von WooCommerce an Deine Kunden gesendet werden, anpassen kannst.

Im 3. und letzten Teil der Serie, werden wir über weitere Funktionen von WooCommerce und ergänzende Plugins sprechen, die für Deine Zwecke hilfreich sein könnten. Aber am besten, legen wir direkt los.

Voraussetzungen für die Nutzung von WooCommerce

Um Deinen Online-Shop zu erstellen, benötigst Du im ersten Schritt

  • eine Domain
  • ein Hosting-Paket und
  • ein SSL-Zertifikat.

Ich arbeite am liebsten mit dem Hosting-Anbieter Webgo*. Hier kannst Du sowohl Dein Hosting-Paket als auch Deine Domain inklusive SSL-Zertifikat erwerben. Das Zertifikat ist zum einen aufgrund der DSGVO Pflicht, zum anderen benötigst Du es, um Zahlungen über Deine Website abwickeln zu können.

Um WooCommerce für Deine Website nutzen zu können, musst Du im ersten Schritt WordPress auf Deiner Domain installieren. Wie Du eine WordPress Website erstellen kannst, zeige ich Dir in meinem Beginner Guide.

Installation und Konfiguration von WooCommerce

WooCommerce findest Du unter den Plugins in WordPress. Klicke hierzu in der Menüzeile auf Plugins – Installieren. Rechts oben tippst Du nun WooCommerce in die Suchleiste. Installiere und aktiviere das Plugin für Deine Website.

WooCommerce Plugin installieren

Sobald das Plugin aktiviert wurde, öffnet sich die Konfigurationsseite für WooCommerce, die aus 6 einfachen Schritten besteht:

Schritt 1: Allgemeines

In Schritt 1 geht es um allgemeine Daten Deines Shops. Wo befindet sich Dein Geschäft, in welcher Währung akzeptierst Du Zahlungen und welche Art von Produkten planst Du zu verkaufen. Zur Auswahl stehen hier physische, digitale und sowohl physische als auch digital Produkte.

Schritt 2: Zahlungen

Bestimme welche Art von Zahlungsmethoden Du in Deinem Shop integriert haben möchtest. Während der ersten Konfiguration kannst Du stripe, Klarna, Paypal und diverse Offline-Zahlungen (Scheck, Überweisung und Nachnahme) auswählen. Eine Mehrfachauswahl ist natürlich ebenfalls möglich. Im Nachhinein hast Du auch die Möglichkeit weitere Zahlungsmethoden, wie z.B. mit Kreditkarte, hinzuzufügen, indem Du gegebenenfalls zusätzliche Plugins installierst.

Zahlungsmethoden in WooCommerce

Schritt 3: Versand

Wenn Du physische Produkte vertreibst, sind natürlich auch die Versandkosten ein wichtiger Faktor, der beachtet werden muss. Dieser wird im nächsten Schritt bestimmt. Es werden die verschiedenen Versandzonen eingerichtet. Wenn sich Dein Shop in Deutschland befindet, ist Deutschland eine Versandzone und der Rest der Welt eine andere Versandzone.

In diesem Schritt kannst Du zwischen sogenannten Flatrate-Kosten pro Versandzone und kostenlosem Versand auswählen. Wenn Du Echtzeitpreise von Transportunternehmen nutzen möchtest, dann gibt es auch hierfür zu einem späteren Zeitpunkt Erweiterungen, die dies möglich machen.

Schritt 4: Empfohlen

In Schritt 4 werden Dir einige Erweiterungen für die Nutzung von WooCommerce empfohlen. Besonders die automatisierte Berechnung von Steuern beim Bezahlen und der WooCommerce Admin für Analysen Deines Shops können sehr hilfreich sein.

WooCommerce konfigurieren

Schritt 5: Aktivieren:

Wenn Du unter anderem die automatisierten Steuern für Deinen Shop nutzt, musst Du Deine Website mit Jetpack verbinden. Hierzu klickst Du einfach auf den Button „Mit Jetpack fortfahren“, registrierst Dich und die Website wird automatisch verbunden.

Schritt 6: Bereit

Du hast es geschafft. WooCommerce ist nun konfiguriert und Du kannst rein theoretisch mit der Erstellung Deiner ersten Produkte beginnen. Wir werden nun aber noch einmal einen genaueren Blick auf die Einstellungen werfen.

WooCommerce Einstellungen

Klicke im Menü auf WooCommerce – Einstellungen. Du findest hier acht Reiter in denen weitere Einstellungen festgelegt werden können.

Allgemein

Im allgemeinen Teil der Einstellungen findest Du erneut die Adressdaten Deines Online-Shops und kannst diese natürlich anpassen. Weiterhin kannst Du bestimmen an welche Länder Du Deine Produkte verkaufst oder eben nicht verkaufst. Du kannst Steuersätze und Berechnungen aktivieren. Wenn Du zu bestimmten Jahreszeiten oder während anderer Aktionen mit Gutscheincodes arbeiten möchtest, kannst Du diese auch hier aktivieren.

Produkte

Unter Produkte legst Du den Permalink für Deinen Shop fest, bestimmst die Einheiten Deiner Produkte und entscheidest Dich, ob Sternchen- oder Produktbewertungen aktiviert sein sollen. Außerdem kannst Du Einstellungen für Deinen Lagerbestand anpassen, sofern Du physische Produkte anbietest. Du bestimmst, ob Du Benachrichtigungen bei geringem Lagerbestand und/oder bei „nicht vorrätig“ erhältst, was für Dich ein geringer Lagerbestand bedeutet (ab einer Anzahl von wie vielen Produkten) und ob und wann der Lagerbestand für den Kunden sichtbar ist.

Mehrwertsteuer

Wenn Du die automatische Steuerberechnung in der ersten Konfiguration aktiviert hast, dann ist hier bereits „Enable automated taxes“ (automatische Steuern zulassen) ausgewählt. Die Steuer wird hierzu basierend auf der Lieferadresse des Kunden ausgerechnet.

Versand

Im Reiter Versand kannst Du weitere Versandzonen anlegen. In der ersten Konfiguration haben wir als Zonen „Deutschland“ und „Orte, die nicht von Deinen anderen Zonen abgedeckt sind“ erstellt. Bei Bedarf kannst Du nun weitere erstellen.

Zahlungen

Weitere Zahlungsmethoden kannst Du im Reiter Zahlungen konfigurieren. Sollte Deine gewünschte Zahlungsmethode nicht vorhanden sein, tippe „WooCommerce + Zahlungsmethode“ in Google ein und Du findest sicher ein zusätzliches Plugin, das diese Zahlungsoption abdeckt.

Weitere Zahlungsmethoden WooCommerce

Konten und Datenschutz

In diesem Reiter werden nun Einstellungen angezeigt, die wir in der Standardkonfiguration noch nicht betrachtet haben. Du bestimmst, ob Kunden ein Konto erstellen müssen, um Produkte zu erwerben oder nicht, ob personenbezogene Daten aus Bestellungen auf Anfrage gelöscht werden können.

Des Weiteren musst Du im Abschnitt Datenschutzerklärung die Seite Deiner Website auswählen, auf der Deine Datenschutzerklärung zu finden ist. Die kleinen Textabschnitte darunter werden im Registrierungs- bzw. Zahlungsprozess angezeigt. Wenn Du Deine Kunden zum Beispiel mit Sie anstatt mit Du ansprechen möchtest, kannst Du die Texte hier anpassen.

WooCommerce Datenschutz

Im Abschnitt Aufbewahrung personenbezogener Daten legst Du fest, wie lange die Daten von inaktiven Kunden und ausstehenden, fehlgeschlagenen, stornierten als auch abgeschlossenen Bestellungen gespeichert werden sollen.

E-Mail-Benachrichtigungen

Selbstverständlich können Die Kunden Deines Shops E-Mails erhalten, z.B. wenn die Bestellung fertig gestellt wird. Auch Du als Shop-Besitzer, kannst natürlich E-Mails bei neuen, stornierten oder fehlgeschlagenen Bestellungen erhalten. Diese E-Mails können in diesem Reiter verwaltet werden. Zum jetzigen Zeitpunkt legst Du erst einmal nur fest, welche E-Mails versendet werden.

Wie die Inhalte dieser E-Mails angepasst werden können, erläutere ich Dir in „Onlineshop mit WooCommerce erstellen“ Teil 2.

Erweitert

Unter erweitert werden u.a. die Seiten für den Warenkorb, Kasse und mein Konto. Diese werden automatisch bei der Installation erstellt, im Prinzip musst Du hier nichts anpassen. Wähle die Seite Deiner Website aus, auf der Du Deine ABGs hinterlegt hast und aktiviere das sichere Bezahlen. Mehr musst Du in diesem Reiter aktuell nicht anpassen.

Herzlichen Glückwunsch!

Dein WooCommerce Shop ist erstellt. Nun ist alles soweit vorbereitet, damit Du die ersten Produkte hinterlegen kannst. Wie genau Du Produkte erstellst, welche Informationen hinterlegt werden können und sollten und was es sonst noch bei der Erstellung von Produkten zu beachten gibt, klären wir im Folgeartikel.

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